Wer sind wir ?
Hinter dieser Website steht eine Gruppe von Architekturstudierenden der Hochschule Mainz – University of Applied Sciences. Im Sommersemester 2026 beschäftigten wir uns im Rahmen des von Prof. Susanne Reiß geleiteten Moduls Umweltplanung mit dem Strukturwandel der Lausitz – einer Region, die sich seit dem Ende des Braunkohlebergbaus in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Um diesen Wandel nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern selbst zu erleben, reisten wir im März 2026 für fünf Tage in die Lausitz. Vor Ort besichtigten wir aktive und ehemalige Tagebaue, erkundeten Relikte der Bergbaugeschichte und besuchten Projekte der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land. Gespräche mit Menschen aus der Region ermöglichten uns zudem einen persönlichen Einblick in die Herausforderungen und Chancen des Strukturwandels. Ein besonderer Schwerpunkt unseres Projekts lag auf der Dokumentation aus der Luft. Im Vorfeld absolvierten wir einen mehrtägigen Drohnenworkshop unter der Leitung von Axel Heimken und erwarben den EU-Kompetenznachweis (A1/A3) für Drohnen. Die dabei entstandenen Luftbilder und Videoaufnahmen halfen uns, die räumlichen Dimensionen des Landschaftswandels zu erfassen und die Veränderungen der Lausitz aus einer neuen Perspektive sichtbar zu machen. Diese Website ist das Ergebnis unserer Projektarbeit. Sie verbindet wissenschaftliche Recherche mit eigenen Beobachtungen und dokumentiert unsere Eindrücke einer Region, die wie kaum eine andere für den Wandel von einer Industrielandschaft hin zu einer neuen Kultur-, Natur- und Erholungslandschaft steht. Wir laden Sie ein, die Lausitz gemeinsam mit uns zu entdecken.

Unser Blick auf die Lausitz
Eine Region zwischen Vergangenheit und Zukunft
Die Lausitz zeigt eindrucksvoll, wie stark Energiegewinnung Landschaften und Lebensräume verändern kann. Während der Exkursion wurde sichtbar, dass der Strukturwandel nicht nur technische und räumliche Veränderungen bedeutet, sondern auch die Menschen und ihre Heimat prägt. Gleichzeitig zeigt die Region, dass aus tiefgreifenden Eingriffen neue Perspektiven entstehen können. Zwischen Industriekultur, neuen Landschaften und erneuerbaren Energien entsteht eine Region im Wandel, deren Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.

Unser neues Vokabular
Bergbaubegriffe
Glück Auf! - Bergmannsgruß
Restlöcher - Ein Restloch ist eine große Vertiefung in der Erdoberfläche, die als Folge des Abbaus von Braunkohle im Tagebauverfahren verbleibt.
Nassdienst - Aufbereitung der grubenfeuchten Braunkohle in Form von Zerkleinerung und Klassierung in unterschiedliche Stückgrößen, um in einer Brikettfabrik oder Kohlekraftwerk weiterverarbeitet zu werden.
Trockendienst - Verarbeitungsprozess in der Braunkohleveredelung bei dem der Wassergehalt der Rohbraunkohle durch thermische Trocknung gesenkt wird.
Kippenflächen - Künstlich geschaffene Landschaften, die durch Aufschütten von Abbruch aus dem Tagebau entsteht.
Bergbaufolgelandschaft - Bergbaulandschaften wenn diese aus der Bergaufsicht entlassen wurden.
Tagebau - Gewinnung von Bodenschätzen an der Erdoberfläche.
Flöz - In der Lausitz die eigentliche Braunkohleschicht. Es gibt das erste Lausitzer Flöz und das tiefer gelegene zweite Lausitzer Flöz.
Abraum - Gestein und Erde, das über dem Kohleflöz liegt und entfernt werden muss.
Hangendes - Die Gesteinsschichten, die über dem Flöz liegen.
Liegendes - Die Gesteinsschichten, die unter dem Flöz liegen.
Mächtigkeit - Die Dicke des Kohleflözes.