Lausitz
from Coal to Coast
Der Wandel der Lausitz
Energie von gestren für die Welt von morgen
Heute denken wir bei Energie vor allem an Windkraft und Photovoltaik. Doch über viele Jahrzehnte stammt ein großer Teil der Energie aus der Braunkohle – besonders in der Lausitz. Der Bergbau prägt Landschaft, Umwelt und Menschen bis heute. Wie entstand die Braunkohle? Welche Folgen hatte ihr Abbau? Und wie entwickelt sich die Region nach dem Kohleausstieg?
Eine Region im Wandel
Eine Region im Wandel Die Lausitz liegt zwischen Berlin und Dresden und erstreckt sich über Brandenburg, Sachsen und einen kleinen Teil Polens. Vor der Entdeckung der Braunkohle Mitte des 19. Jahrhunderts war die Region dünn besiedelt und ländlich geprägt. Ausgedehnte Wälder, Moore, Flusslandschaften und landwirtschaftlich genutzte Flächen bestimmten das Landschaftsbild. Die Menschen lebten vor allem von Landwirtschaft, Viehzucht und Forstwirtschaft, während kleine Dörfer die Region prägten. Unter der Erdoberfläche lagen jedoch mächtige Braunkohleflöze, die teilweise nur wenige Meter tief vorkamen. Mit ihrer Entdeckung begann ein tiefgreifender Wandel: Aus der ruhigen Kulturlandschaft entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte eine bedeutende Industrieregion. Über 150 Jahre prägte der Braunkohlebergbau die Lausitz und veränderte Landschaft, Natur und Siedlungsstruktur nachhaltig. Zahlreiche Wälder und Dörfer mussten dem Tagebau weichen. Das bis heute bekannte sorbische Sprichwort bringt diese Gegensätze treffend zum Ausdruck: „Gott hat die Lausitz erschaffen, aber der Teufel die Kohle darunter.“ (Pull quote/optisch hervorheben) Heute befindet sich die Region erneut im Wandel und entwickelt sich zu einer vielfältigen Natur-, Freizeit- und Tourismuslandschaft.
Tourismus - neue Entwicklung der Lausitz
Vom Tagebau zum Reiseziel Mit dem Rückgang des Braunkohlebergbaus entwickelt sich die Lausitz zunehmend zu einer vielseitigen Tourismusregion. Wo früher riesige Tagebaue das Landschaftsbild prägten, entstehen heute Seen, Rad- und Wanderwege sowie vielfältige Freizeit- und Erholungsangebote. Das Lausitzer Seenland zieht besonders Wassersportlerinnen und Wassersportler, Radfahrende, Familien sowie Tages- und Wochenendgäste aus Berlin, Dresden und der Umgebung an. Neben der neuen Seenlandschaft spielt auch die Industriekultur eine wichtige Rolle. Orte wie die Förderbrücke F60, der Rostige Nagel, die Energiefabrik Knappenrode oder die IBA-Terrassen Großräschen machen die Geschichte der Region erlebbar. Sie verbinden die yç des Bergbaus mit den neuen Perspektiven der Lausitz.




